Bitte beachten Sie die neuen Nutzungsbestimmungen auf viewtopic.php?f=41&p=816443#p816443 und Spenden Sie für das Forum.

Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Vom Vorderlader bis zum Cowboy Action Shooting - Hauptsache es kracht und raucht!
Antworten
Roman84
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 62
Registriert: Di 2. Apr 2019, 10:51

Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von Roman84 » Sa 13. Nov 2021, 09:41

Liebe PD-Gemeinde!

Ein Freund hat im Zuge von Bauarbeiten ein ziemlich verrostetes Gewehr gefunden, das dort weiß-Gott-wie-lange am Dachboden gestanden ist. Er bat mich, es mir näher anzusehen - also was es ist und ob man es fürs Auge herrichten kann.

Gesagt, getan!
Wie im Betreff bereits gespolert handelt es sich wahrscheinlich um die Karabiner-Ausführung eines Werndl-Gewehres.
Ich habe es geschafft, das gute Stück in alle Einzelteile zu zerlegen und großteils zu entrosten.

Es sieht so aus, als ob bei der Ausführung, die gerade in meiner Werkstatt liegt, abgesehen vom Tabernakelverschluss alle Teile brüniert gewesen sind. Der Zylinder des Verschlusses scheint blank gewesen zu sein.
Auch die Innenseite der seitlich angebrachten Schlageinrichtung scheint immer blank gewesen zu sein.
Nach Durchsicht etlicher Bilder im Internet bin ich etwas verwirrt, da es hier unterschiedlichste Varianten gibt. Manchmal ist alles brüniert, manchmal sieht man spiegelblanke, polierte Verschlusszylinder. Andere Zylinder wirken komplett brüniert, bei anderen brünierten ist die eingefräste Rampe wiederum spiegelblank ...

Jetzt meine eigentliche Frage:
wisst ihr, welche Teile alle brüniert werden müssen, um den Originalzustand halbwegs wieder herzustellen?

Vielen Dank im Voraus!

Falls meine Frage eher in "Sammeln" oder "Reparatur, Pflege, Tuning" passen sollte, bitte ich um entsprechenden Verschub :)

Benutzeravatar
AUG-andy
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 3916
Registriert: Sa 9. Dez 2017, 13:13
Wohnort: Wien/NÖ

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von AUG-andy » Sa 13. Nov 2021, 10:03

Die Experten können dir sicher weiterhelfen wenn du einige brauchbare Bilder einstellen würdest. Da kann man viel besser erkennen worum es sich handelt.
:text-worthless:
MfG
0.22LR , 223Rem , 308Win , 9mm Para , 38/357 , 44Mag , 45ACP

Roman84
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 62
Registriert: Di 2. Apr 2019, 10:51

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von Roman84 » Fr 19. Nov 2021, 21:13

Soooodern ... lange hat's gebraucht, aber hier sind sie: die gewünschten Bilder! :dance:

Zustand bei Übernahme:

Bild Bild
Was mir bereits hier Kopfzerbrechen bereitet: Lauf, Verschlussgehäuse und Verschluss haben unterschiedliche Farben.
Während der Lauf tiefschwarz ist, scheint das Gehäuse eher heller brüniert zu sein, während der Verschluss blank aussieht.

Bild Bild

Nach dem ersten Durchgängen WD40 + Drahtbürste.
Das gesamte Gewehr ließ sich mehr oder weniger anstandslos auseinandernehmen

Bild Bild Bild
Man beachte wieder die unterschiedlichen Färbungen von Verschlussgehäuse und Lauf.
Das Verschlussgehäuse sieht an den Teilen, die im Schaft gebettet gewesen und weniger vom Rost befallen sind, ebenfalls blank aus.
Ebenfso an der Innenseite, in der sich der Tabernakelverschluss dreht.

Bild Bild
Hammer/Schlageinrichtung Außen- und Innenseite.
Während die Innenseite blank aussieht, erscheint die Außenseite bzw. der gesamte Hammer brüniert
Gibt's das, dass man damals nur die außen liegenden Stellen brüniert hätte? :think: :?:

Bild
Zum Abschluss die Kimme. Verstellbar von 6 bis 14 ... ja ... was eigentlich ... ? Fuß, Klafter, Schritte? Lt. Wikipedia wurde das Metrische System ja erst 1871 eingeführt.

Nun - lange Rede, kurzer Sinn: könnt ihr mir weiter helfen und mir sagen, welche Stellen jetzt neu zu brünieren sind?
Vielen Dank im Voraus!!!

Benutzeravatar
The Plinker
9mm Para
9mm Para
Beiträge: 11
Registriert: Di 10. Dez 2019, 10:41

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von The Plinker » Sa 20. Nov 2021, 08:33

Zur Kimme: das dürften Angaben in Schritt (paces) sein. Auf der Webseite Manowar's Hungarian Weapons wird Entsprechendes für den 1867 (http://www.hungariae.com/Wern67.htm), und für einen mit den Werndl-Gewehren verwandten Früwirth-Karabiner aus der gleichen Epoche (http://www.hungariae.com/Fruwirth.htm) angegeben
So ist das Leben - an einem Tag verlierst Du, am nächsten gewinnen die Anderen.
______
.22 High Standard Military 107 Victor
9mm Tanfoglio Gold Match

utc37
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 50
Registriert: Sa 30. Dez 2017, 13:41

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von utc37 » Sa 20. Nov 2021, 14:46

Gibts einen Grund warum die Bilder wieder weg sind?

Bin neugierig ;)

Benutzeravatar
AUG-andy
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 3916
Registriert: Sa 9. Dez 2017, 13:13
Wohnort: Wien/NÖ

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von AUG-andy » Sa 20. Nov 2021, 14:49

utc37 hat geschrieben:
Sa 20. Nov 2021, 14:46
Gibts einen Grund warum die Bilder wieder weg sind?

Bin neugierig ;)
Sind doch noch da .
MfG
0.22LR , 223Rem , 308Win , 9mm Para , 38/357 , 44Mag , 45ACP

Benutzeravatar
The Plinker
9mm Para
9mm Para
Beiträge: 11
Registriert: Di 10. Dez 2019, 10:41

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von The Plinker » Sa 20. Nov 2021, 15:19

AUG-andy hat geschrieben:
Sa 20. Nov 2021, 14:49
Sind doch noch da .
utc37 ist nicht allein, ich sehe auch nur blaue Stellvertreter (imgbb.com - Image not found).
So ist das Leben - an einem Tag verlierst Du, am nächsten gewinnen die Anderen.
______
.22 High Standard Military 107 Victor
9mm Tanfoglio Gold Match

Roman84
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 62
Registriert: Di 2. Apr 2019, 10:51

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von Roman84 » Sa 20. Nov 2021, 19:42

Tatsache ... sehr strange das mit den Bildern.
Ich versuche mal einen re-Upload

Roman84
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 62
Registriert: Di 2. Apr 2019, 10:51

Re: Restaurieren eines Werndl 1867 Karabiners

Beitrag von Roman84 » Sa 20. Nov 2021, 19:52

Ok, hier der Re-Upload!

Zustand bei Übernahme:


Bild Bild
Was mir bereits hier Kopfzerbrechen bereitet: Lauf, Verschlussgehäuse und Verschluss haben unterschiedliche Farben.
Während der Lauf tiefschwarz ist, scheint das Gehäuse eher heller brüniert zu sein, während der Verschluss blank aussieht.

Bild Bild

Nach dem ersten Durchgängen WD40 + Drahtbürste.
Das gesamte Gewehr ließ sich mehr oder weniger anstandslos auseinandernehmen

Bild Bild Bild
Man beachte wieder die unterschiedlichen Färbungen von Verschlussgehäuse und Lauf.
Das Verschlussgehäuse sieht an den Teilen, die im Schaft gebettet gewesen und weniger vom Rost befallen sind, ebenfalls blank aus.
Ebenfso an der Innenseite, in der sich der Tabernakelverschluss dreht.

Bild Bild
Hammer/Schlageinrichtung Außen- und Innenseite.
Während die Innenseite blank aussieht, erscheint die Außenseite bzw. der gesamte Hammer brüniert
Gibt's das, dass man damals nur die außen liegenden Stellen brüniert hätte? :think: :?:

Bild
Zum Abschluss die Kimme. Verstellbar von 6 bis 14 ... ja ... was eigentlich ... ? Fuß, Klafter, Schritte? Lt. Wikipedia wurde das Metrische System ja erst 1871 eingeführt.
(wie The Plinker es weiter oben bereits vermutet hat, wird es sich tatsächlich um Schritt handeln = also ca. 440 - 1.020 Meter)

Nun - lange Rede, kurzer Sinn: könnt ihr mir weiter helfen und mir sagen, welche Stellen jetzt neu zu brünieren sind?
Vielen Dank im Voraus!!!

Antworten